Wir sind noch da!

Was wir planen und warum wir für 2020 trotzdem dankbar sind

Gebäude in Bordeaux - gespiegelt in einer Pfütze

Mann, Mann, Mann, da waren wir Ende September vor unserer Frankreich Tour noch so optimistisch. Und nun: Beherberungs- und Reiseverbote allerorten!

 

Wir verbringen nun also unsere Zeit damit, unseren Kopf an die Wand zu schlagen, das Haus in einer Endlosschleife von oben bis unten zu putzen, zwischendurch mit irrem Blick in den Bildschirm zu starren und zu beten, dass Hilfe von oben kommt… äh, oder?

 

???

 

Hallo – wie blöd ist das denn! Unsere Wände, und vor allem unsere Köpfe, sind uns echt zu schade zum Hauen. Unser Haus ist nicht gerade schmutzig, aber die Fenster könnten schon mal… ach, lassen wir das. Manchmal wären wir schon ganz froh, wenn wir mal die Füße hochlegen könnten. Na ja, zugegeben, die Buchungslage ist suboptimal. Trotzdem geht es bei uns richtig rund. Langweilig ist was anderes.

 

Die Genusspartner

Wir haben in diesem Jahr viele neue Kontakte geknüpft, reden über Kooperationen und planen neue Reisekonzepte. Mit immer stärkerem Fokus auf  das Thema Genuss. So haben wir in diesem Jahr zum Beispiel das Netzwerk "Die Genusspartner" gegründet. Tolle Erzeuger und Dienstleister, unterwegs im Dienste des Genießens. Und vor allem: wunderbare Menschen. Ohne Corona wäre vieles davon sicher nicht passiert.

 

Aber: Wir beugen uns der aktuellen Lage – und konzentrieren uns erst mal auf das, was uns in Zukunft voranbringt.

 

Auf's Konzept kommt's an

Wir sagen immer noch: Reisen geht – mit einem vernünftigen Konzept. Und das wird hoffentlich auch die Politik bald wieder möglich machen. Denn verschiedene Untersuchungen zeigen: Reisen ist kein Infektionstreiber. Nur ein verschwindend geringer Anteil von Reiserückkehrern hat sich unterwegs infiziert. Meist waren dann eben die berühmtberüchtigten Großfamilienbesuche und Partys die üble Wurzel.

 

Auf unserer Tour im Oktober durch das schwer gebeutelte Frankreich fühlten wir uns zu keiner Zeit unsicher. Dort herrschte Maskenpflicht auch auf den Straßen, selbst in kleineren Orten. In Restaurants und Gebäuden sowieso. Desinfektionsmittel gab‘s an jeder Ecke. Museen und Attraktionen reduzieren per Vorabverkauf der Tickets und Einlasskontrollen die Anzahl der Besucher. Auch Temperaturmessungen haben wir erlebt. Na, ist doch klasse – es wird nirgendwo zu voll!

 

Viele Hotels arbeiten immer noch mit Frühstücksbuffets – aber dann mit durchdachtem Hygienemaßnahmen: Laufwege sind festgelegt, Vorlegebesteck wird ständig ausgetauscht, jeder Gast bekommt eine eigene Zange, etc. Manche haben auch umgeschwenkt auf Service am Platz oder auf dem Zimmer. Ist auch mal ganz kuschelig, so ein Frühstück im Bett!

 

Alles Gewohnheitssache

Logisch, natürlich finde auch ich es viel schöner, jedem nicht nur tief in die Augen zu schauen, sondern auch die strahlend weißen Zähne blitzen zu sehen. Nur, Corona wird nicht wie von Geisterhand verschwinden. Das wird dauern. Ich bin aber überzeugt davon, dass der Wunsch zu reisen in den meisten von uns so stark ist, dass wir uns alle an notwendige Hygieneregeln gewöhnen werden. Uns selbst ging es auf unserer Tour so, dass wir teils gar nicht mehr daran dachten, dass wir die Masken aufhatten. Wir haben übrigens schnell gelernt, dass das Ding beim Essen doch leicht stört...

 

Kurzum – wir stecken unsere Köpfe nicht in den Sand und werden auch in 2021 wieder Reisen planen. Wenn man uns lässt.

 

PS: Weitere Eindrücke von unserer Frankreich-Reise sind auch jetzt noch auf Instagram und Facebook zu sehen.